Oasis

Eintrag # 7

Offenbarung

Nachdem die Kontrollen der beiden Schiffe Leaf und Crunk von den Bordcomputern entzogen wurden, blieb den Akteuren lediglich das Beobachten wie ihr neuer Kreuzer und Devons alter Frachter in das Innere des Planetoiden gesteuert und in einem gigantischen unterirdischen Hangar arretiert wurden. Im verschwimmenden Wirrwarr der blinkenden Kontrollleuchten der Brücke durchquerten beide Schiffe ein schmales Kraftfeld, dass die durchaus atembare Atmosphäre im Inneren der Anlage hielt und bewegten sich durch eine riesige und noch immer aktive Maschinerie von arbeitenden Laderobotern und Reparaturdrohnen. Die sich vor ihnen eröffnete Welt stellte ein gigantisches unterirdisches Reich da, welches seit Äonen in dem planetoiden Bruchstück von der Größe Nordamerikas, vergessen aber noch aktiv, auf die Ankunft von denkenden und lebenden Wesen wartete. Nach einem sicher geleiteten Flug durch den umfangreichen Hangar und vorbei an diversen leeren Werften wurden beide Schiffe neben drei weiteren, ihnen bis dato unbekannten, Raumtransportern an einer Landevorrichtung befestigt. Das hastige und geschäftig erscheinende Treiben der Reperatur – und Wartungsdrohnen die ihr Ballet in jedem Winkel der Basis aufführten und den unterschiedlichsten Aufgaben nachgingen begeisterte alle Anwesenden, stellte aber auch die Frage in den Raum wie aktiv noch die Verteidigungssysteme dieser Basis sein würden. Just in diesem Moment bemerkte Nikodemus das wohl seit geraumer Zeit sein Ring auffällige Muster auf seiner ansonsten Mattsilber glänzenden Oberfläche zeigte und schwach zu leuchten begann. Hangar

In einem wahren Rausch der Forschungslust ergriff er die Initiative und legte ein für sein Alter bemerkenswertes Tempo an den Tag als er an allen Anwesenden vorbei rannte und die Ladeluke öffnete. Ein wenig besonnener folgten dann aber auch die restlichen ehemaligen Cleaner dem erbosten Devon der versuchte seinen Mentor wieder einzuholen und sich darum sorgte ob der engagierte Wissenschaftler in seinem Wahn eventuell über eine Brüstung in den recht unvermeidlichen Tod stürzen, zwischen einige der umher rasenden Drohnen geraten oder ,was ihm als am wahrscheinlichsten erschien einen massiven Einsatz des Sicherheitssystems provozieren könnte. Da sich die Atmosphäre im Inneren des Hangars sich wirklich als ungefährlich zeigte, verzichteten alle auf den Einsatz von Raumanzügen und fanden sich auf einem gigantischen Eisensteg außerhalb des Schiffes wieder. Schwebende Roboter stürzten sich förmlich auf die Schiffshülle und begannen mit ihren vorprogrammierten Wartungsaufgaben. Die Schiffe wurden in nur wenigen Sekunden vor den Augen der Entdecker Mittelpunkt eines wahren Gewitters aus Lichtbögen als sich eine Horde von Wartungseinheiten an die Instandsetzung der Hüllen machten und mehrere Kabelbäume und Schläuche an die Schiffe angeschlossen wurden um die Systeme der Bordcomputer zu warten und die inzwischen recht leeren Hydrogentanks zu füllen.

Die neuerwachte Begeisterung von Professor Nikodemus für diese gigantische Entdeckung lässt ihn wie einen vorpubertären kleinen Jungen in einem Spielzeuggeschäft kurz vor Weihnachten wirken und Devon beginnt sich große Sorgen darum zu machen wie er seinen Mentor unter einer Art von Kontrolle halten kann während alle Beteiligten die riesigen Verladeeinheiten beobachten, die auf den zahlreichen Ebenen ihren Tätigkeiten nachgehen. Nirgends ist ein lebendiges Wesen zu sehen, dennoch wirkt durch das geschäftige Tun der Maschinen alles wie ein gigantischer Raumhafen. Der noch immer glühende Ring am Finger von Nikodemus scheint allerdings noch weitere Geheimnisse zu enthüllen, als er nach einigen unvorsichtigen Spielerrein an einem der zahlreichen Kontrollgeräte von einer weiblichen Person als Leutnant angesprochen wird und eine glimmende und pulsierende Linie auf dem Boden erscheint welcher er bis zum Kommandoraum folgen soll um sich dort zu melden. Da niemand eine bessere Idee vorweisen kann und sich die Neugierde aller Anwesenden nur schwer im Zaum halten lässt, beginnen sie eine länger als gedacht dauernde Wanderung durch die unterirdische und von Maschinen bevölkerte Stadt. Zwischen zahlreichen Abzweigungen in andere Gänge, diversen alten Fabriken und Maschinen, deren Zweck sich erst nach längerer Forschung gezeigt hätte stieß die Gruppe von Touristen immer wieder auf gigantische Wachmechs die die menschenleeren und weiträumigen Gänge patroulierten aber von der Präsenz der neuen Besucher keine Notitz nahmen. Überall an den Wänden fanden sich kleine Schilder die den Weg zu den unterschiedlichsten Orten wie Kraftzellen, Wach- oder Versorgungsräume und Aussichtsdecks in diesem Netzwerk aus Gängen wiesen … leider konnte zu diesem Zeitpunkt aber leider niemand die ihnen unbekannten Schriftzeichen verstehen und bis auf einige Zahlen blieben die Schriften für alle bis auf den Professor und Devon ein Mysterium.

Nach einem 3 km langen Orientierungslauf, der ohne die pulsierende Linie wie ein Ausflug in ein Labyrinth gewesen wäre erreichte die Gruppe die Tore zum Kommandoraum und hatten beim Ansehen der großen verschlossenen Öffnungen zahlreiche und nicht unbedingt positive Erinnerungen an ihre Begegnung mit den Wachmechs der vor kurzem besuchten Terraformingmaschine. Zu ihrer großen Erleichterung fiel ihre Begrüßung nach dem Betreten des gigantischen zylinderförmigen Raumes deutlich freundlicher aus. Und nach wenigen Augenblicken der Orientierung in dem von zahllosen Monitoren, Kabeln und Röhren durchzogenen Raum erklang erneut die weibliche Stimme die Nikodemus bereits im Hangar begrüßt hatte und offenbarte sich als handelnde künstliche Intelligenz die den gesamten Komplex verwaltet.

Nachdem sich die gigantische Denkmaschine mittels eines künstlichen und nicht ganz fertiggestellten Avatars der Gruppe vorgestellt und den nichtmilitärischen Stand von Nikodemus erkannt hatte, folgte ein kurzer Einblick in die Geschichte der Anlage, die allem Anschein nach, nachdem ein Scheitern des Terraforminprozesses erkannt wurde zügig aber geordnet von allen menschlichen Wesen evakuiert und in die Obhut der KI übergeben wurde um weitere forschungsrelevante Daten bis zum Auseinanderbrechen des Planeten aufzuzeichnen. Die Herzen der ehemaligen Cleaner zerbrachen beinahe als sie erfuhren, dass alle wirklich wichtigen und kostbaren Gegenstände auf diese Weise mit dem Personal gerettet wurden und sich so nicht mehr in der Basis befinden würden, während Nikodemus sein Glück nicht fassen konnte Kontakt zu einer noch aktiven KI zu erhalten. In der daraufhin folgenden Konversation zwischen der KI sich selber als „AI“ bezeichnete und dem Professor wurden allerdings die wahren Ambitionen des Professors enthüllt, der sich allem Anschein nach auf der Suche nach einem uralten Artefakt befindet.

Einem Gegenstand mit dem Namen „Die Büchse der Pandora“

Dieser Begriff schien AI etwas zu sagen, allerdings konnte sie nicht auf all ihre Daten zugreifen und konnte so dem Professor lediglich wahrheitsgetreu sagen, dass sich sein Gesuchtes sich nicht innerhalb der Basis sondern in einem ihr leider unbekannten Depot befinden würde. Auf Anfrage von Eric und Gntak erläuterte Nikodemus den Anwesenden, dass es sich hierbei um eine ultrastarke Energiequelle handeln würde deren Nutzen nicht klar definiert wurde. Die Büchse würde etwas wie einen heiligen Gral darstellen, deren Nutzen allerdings komplett fraglich sei. Es könne sich um eine Waffe handeln, eine künstliche Sonne, ein neues Torsystem oder möglicherweise sogar um ein Gerät handeln um die Sonnen neu zu empfachen. In einer ermüdenden Prozedur gelang es AI, Devon und Nikodemus letztlich mögliche Aufenthaltsorte der Büchse auszumachen und deren Koordinaten im Bordcomputer der medizinischen Begleitkreuzers zu speichern.

Da keiner der Gruppe Nikodemus und Devon bei ihrer daraufhin folgenden Forschungsekstase beistehen konnte oder wollte, machten sich alle Anwesenden, nachdem sie Zutrittsrechte von AI in Form von Ringen wie Nikodemus Ring erhielten, auf den Weg die verzweigten Einrichtungen der Basis zu erforschen und nach verbleibenden Wertgegenständen zu suchen. Dennoch musste sich Jola zunächst versichern, dass der verrückte Professor nicht aus Versehen den Selbstzerstörungsknopf drücke und blickte diesem beim anfänglichen aufstellen der Forschungsgeräte über die Schulter und half Devon beim aufstellen der selbigen.

In dem seit 2733 Jahren verlassenen Komplex fanden sich zur Freude der Besucher dennoch trotz der Evakuierung einige durchaus als nützlich erscheinende Gegenstände. Gntak duplizierte die gut erhaltene medizinisch-biologische Datenbank die er in den Forschungsbereichen fand und fügte sie der Datenbank ihres Schiffes hinzu. Crunk sicherte drei Mechs und einige Waffen die er im noch immer gut gefüllten Arsenal fand und schaffte sie mit etwas Hilfe in den Laderaum ihres Schiffes. Devon und Nikodemus brachten weitere Orte in Erfahrung an denen KI´s bis vor kurzem aktiv Daten an AI sendeten und wo sich eventuell Hinweise auf den Verbleib der Büchse der Pandora finden lassen. Leichtes Equipment hingegen wie Personenwaffen, Reperaturwerkzeug, Implantate oder Rüstungen wurden allem Anschein nach allerdings entfernt als man merkte das der Planet instabil wurde und in ein Depot auf einen anderen Planeten gebracht. Dennoch genossen alle den Besuch in der Station in vollen Zügen. AI stellte ihnen hervorragende Mannschaftsquartiere zur Verfügung und die immer noch intakten Biosphären und das Vergnügungssystem mit den Holographischen Programmen motivierten alle mit Ausnahme des Professors sich ein wenig zurückzulehnen.

Nach zwei Tagen wohl verdienten Urlaub begannen allerdings wie von einigen der Crewmitgliedern befürchtet die Näherungssensoren von AI die Ankunft eines großen Raumkreuzers zu registrieren, der aus den noch aktiven Verteidigungssystemen der Station innerhalb von Sekunden Sternenstaub machte und sich unbeirrt durch das Trümmerfeld dem Hangar des Planetoiden näherte. DauntlessErst als das fremde Schiff sich unmittelbar nahe des Hangars befand und begann sich in eine Feuerposition zu manövrieren konnten die Kameras von AI die Hülle des Schiffes in Gänze dokumentieren auf der neben dem Namen „Dauntless“ auch zahlreiche Symbole des Silberphönix Inquisitionsorden prangten. Demselben Orden, dem anscheinend die Kampftruppe angehörte die vor wenigen Tagen die ehemaligen Cleaner von Oasis vertrieben und das Haus von Nick in Schutt und Asche legten. Im Handumdrehen infiltrierten Landungseinheiten der Dauntless die Basis und kämpten, brannten und sprengten sich einen Weg durch die einsetztende Verteidigung von AI. Eine gewaltige Detonation die durch das gesamte Innere der der Anlage lief zeugte von der gewaltigen Feuerkraft des Schiffes als nur nach einer einzigen Salve der Bordkannonen das Hangartor gesprengt wurde. Explosionen fraßen sich durch das bunte Treiben der Wartungsdrohnen und in einem einzelnen Lichtblitz wurde der alte Frachter, der die Abenteurer damals von Dorm rettete, und die drei Transportschiffe, die während ihrer Ankunft auf sie gewartet hatten, in Fetzen gerissen. AI hatte glücklicherweise den Kreuzer ihrer Besucher bei dem ersten Anzeichen der Eindringlinge zu einem Massekatapult befördert, welches früher für den Einsatz von Rettungskapseln genutzt wurde. In der daruafhin folgenden Flucht zum Massekatapult teilte sich die Gruppe in zwei Teams: Crunk und Gntak die sich zum Arsenal aufmachten und einen der verbliebenen unmunitionierten Panzern zu nutzten um sich mit Gewalt einen Zugang zu ihrem Schiff zu schaffen. Begleitet von Leaf die sich in einem Kampfmech versuchte. Jola, Eric, Devon und der als er sie nicht begleiten wollte, bewußtlos geschlagene Nikodemus die mit einem schnellen Verladefahrzeug und einem Transportmech den direkten Weg bestritten.

Beide Gruppen kamen zu ihrem Erstaunen beinahe gleichzeitig am Massekatapult an und mussten zu ihrem Erschrecken feststellen, dass sie hier bereits erwartet wurden. Ihr Schiff war noch nicht vollständig in der Abschussvorrichtung arretiert und direkt unter dem Mechanismus warte ein größerer Trupp von schwer bewaffneten Infanteriesoldaten die von einem imposant wirkenden Kämpfer angeführt wurden. In dem daraufhin entstehendem Scharmützel gelang es Crunk zahlreiche Gegner unter den Ketten des Panzers zu zermalmen bis ein von dem Kämpfer beschworenes Wesen die Panzerung des Fahrzeugs mit einem einzigen Schnitt zerstörte. Während einige der Crewmitglieder versuchten in die geöffnete Ladeluke zu klettern, gaben andere ihnen Deckung vor den Soldaten. Als dann allerdings von AI die Warnung kam, dass sich die Dauntless nahe der Abschussvorrichtung des Massekatapults neu stationieren würde siegte der Überlebensinstinkt der Abenteuer und mit einer letzten Kraftanstrengung schafften es alle unter verletzt aber lebendig an Bord ihres Schiffes, während der Kommandant der Gruppe alles mögliche versucht um den Abschuss des Katapults zu verhindern. Nachdem sich das Schott vor dem Massekatapult öffnete und der Countdown von AI gesteuert unbeirrt herunter tickte tauchten im Blickwinkel der Flüchtenden die ersten Aufbauten der Dauntless auf die mit ihrem Rumpf drauf und dran war den letzten Fluchtweg zu verschließen. In letzter Sekunde wurde der medizinische Begleitkreuzer über die Geschütztürme der Dauntless hinaus in die Schwärze des Alls katapultiert, während der große Kreuzer im anscheinend wirkungslosen Sperrfeuer von AI´s Verteidigungssystemen zurückblieb und mit der gigantischen Basis schnell kleiner wurde. Direkt nach dem Verlassen des planetaren Trümmerfelds erreichte die Brücke des Kreuzers eine finale Übertragung von AI denen alle Crewmitglieder und auch der inzwischen wieder zu sich gekommene Nikodemus folgten. Zu sehen ist eine dürre Gestallt eines Kahlköpfigen dünnen Menschen der in einer roten Robe gehüllt inmitten des Kommandoraums von AI steht. Er scheint den künstlichen Avatar nach etwas zu fragen und als sich AI´s Lippen zu bewegen aufhören schießen aus der Faust des Menschen leuchtende Blitze hervor die über die Thinkmaschine zu tanzen scheinen, die Flüssigkeiten in den Röhren zum kochen bringen und die empfindlichen elektrischen Leitungen rösten. Mit einer letzten flackernden und leicht gestörten Übertragung eines Datenpaketes wird die Verbindung unterbrochen als von Devon Lippen in einem unheilschwangeren Ton leise der Name „Mistborne“ geformt wird und er die Kommandobrücke verlässt.

Unterdessen stürzt sich Nikodemus förmlich auf die empfangenen Daten und ruft sämtliche Entschlüsselungsprogramme des Schiffes auf…

Comments

Nikolaus: “Verdammter Silberphönixorden! Ich hatte viel zu wenig Zeit für alle Daten die die KI in ihrem Speicher hatte… Und als ob wir nicht genügend Konkurenten auf der Suche nach der Büchse der Pandora hätten. Schade dass sie nicht auf Hope war… nunja… zumindest haben wir unser nächstes Ziel. Ein altes bisher anscheinend versiegeltes Arsenal auf Madoc Prime. Hm, habe aber wohl noch einige Sachen zu entschlüsseln… die Vektoren und Koordinaten scheinen Fehlerhaft.”

Eintrag # 7
 

?: “Ein Fehler ist ausgeschlossen. Meine Daten sind 100% tig korrekt. Könnte ich eine Erklärung erhalten, weshalb ich an Bord dieses Schiffes bin? Oh nein! Ich bin eine Raubkopie! ...meine Datenbank erscheint sehr lückenhaft… Ich bin verkrüppelt weinen

Eintrag # 7
 

Leaf: ” AI?! Wo kommt die denn her?”

Eintrag # 7
 

Nikolaus: “Während der Entschlüsselung der Daten habe ich sie vom Kommandoraum aus brockenweise kopiert und in unsere Schiffsmatrix runtergeladen…Da ich ber leider unter Zeitdruck stand ist sie Leider sehr unvollständig. Das letzte Datenpacket was reinkam enthielt ihren Aktivierungscode.”

Eintrag # 7
 

Devon: “Hey, eine superintelligente zweite Republik KI an Bord! ... Und ein weiterer Grund der Inquisition das Schiff zu zerstören murmel als ob es nicht genug gebe murmel.”

Eintrag # 7
 

Leaf: “Also langsam wird es Zeit für einen Namen für unsere fliegende kleine Blechschüssel hier.”

Eintrag # 7
 

AI: “Hiermit möchte ich den Antrag auf eine Schiffsbezeichnung formell unterstützen.”

Eintrag # 7
 

Ohmann was habt ihr den da mitgenommen? Und ich dachte ich hätte schon viel mitgehen lassen. pfeif Hoffentlich funktioniert dein lückenhafter Maschinengeist auch.

Eintrag # 7
 

Ich bin für : Serenity. Dark Star, Cortess, Hobo, Harlot oder Savuensis

Eintrag # 7
Mikeman

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